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Darf ich mein Kind mit in die Vorlesung nehmen?

Studierende Eltern – immerhin fast sieben Prozent der Studenten – stehen nicht selten vor der Frage: Wohin mit dem Nachwuchs während der Vorlesung? Das Kind mit in die Vorlesung zu nehmen, kann nur eine Notlösung sein. Denn im Hörsaal ist Konzentration gefragt – nicht nur von den Müttern und Vätern, sondern auch von den Kommilitonen.

Feste Betreuungsplätze zu finden, kann jedoch schwer sein. Daher bieten Universitäten in der Regel eine Vielzahl an Betreuungsmöglichkeiten an. So stehen Müttern und Vätern meist nicht nur Stillräume und Wickelzimmer zur Verfügung, sondern auch Kindertagesstätten (Kinderkrippe bzw. Kindergarten) oder Kinderläden. Daneben finden sich in Universitätsstädten auch einzelne Wohnheime, die spezielle Wohneinheiten mit integrierter Kinderbetreuung für studentische Familien bereitstellen. Mittlerweile bieten viele Hochschulen sogenannte Kindergartennotfallplätze an, die kurzfristig in Anspruch genommen werden können. Eine weitere flexible Möglichkeit ist das Schwarze Brett, über das sich eine Kinderfrau, ein Au-Pair oder eine „flying nanny“ finden lässt, die auf das Kind aufpasst.

Für Kinder, die bereits in einer regulären Kinderbetreuung sind, bieten Universitäten oft ergänzende Kinderbetreuung am Campus an, damit auch eine Vorlesung in den frühen Abendstunden oder am Wochenende besucht werden kann. Die meisten Hochschulen haben auch spezielle Betreuungsangebote in der Ferienzeit im Angebot.

Manchmal sind die Kapazitäten jedoch einfach ausgeschöpft. Sollten alle Stricke reißen und die Umstände es notwendig machen, das Kind doch mit in die Vorlesung zu nehmen, so ist auch dies möglich. Voraussetzung ist natürlich, dass der Sprössling ruhig ist und sich angemessen benimmt. In diesem Fall sollte die Mutter oder der Vater vorher den Dozenten um sein Einverständnis bitten, das dieser meist auch erteilen wird.

 

Weiterführender Link:

http://www.studentenkind.de/kinderbetreuung.php